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18. November 2019

Mein Tausch mit 45

 

Straffe Haut gegen Erkenntnis.

Knackiger Po gegen Bildung.

Jugendlichkeit gegen Lebenserfahrung.

 

© shutterstock

 

Geburtstag. Eigentlich eine schöne Sache. 45. Eine eher weniger schöne Sache. Raus aus der Dusche. Nackt. Leider ist im Schlafzimmer nicht die Nachttischlampe mit dem gedämmten Licht an, sondern die Deckenbeleuchtung. Vor dem Spiegel meines Kleiderschrankes offenbart sich die nackte Realität: Cellulite ist leider keine Frage des Lichtes mehr, der Busen sieht mit BH besser aus und der Po ... ja, wo ist der eigentlich abgeblieben?

Älterwerden ist scheiße, ich muß es leider so direkt sagen. Ich habe das nicht bestellt und muß mich dennoch mit dieser Lieferung beschäftigen. Als Retoure zurück an den Absender schicken, geht leider nicht! Nun ist es ja nicht so, als wäre mir diese schleichende, körperliche Veränderung nicht schon vorher aufgefallen. Aber heute, in Kombination mit dieser Zahl 45, wird mir plötzlich klar, hier hilft jetzt auch kein quälendes Krafttraining mehr mit einem übermotivierten Personaltrainer, der einen ständig anbrüllt. Es scheitert schon daran, daß ich nicht gern angebrüllt werde. Ergo: Akzeptiere ich den Verfall und nehme hin, daß der Zug mit dem strammen Körper abgefahren ist. Er ist raus aus dem Bahnhof und hinter dem Hügel bereits um die Ecke gebogen.

Trick 17 bei der Krisenbewältigung: Raus auf die Straße gehen und nach Menschen suchen, vor allem Frauen, die es wesentlich schlechter getroffen haben, als einen selbst. So bitter das auch für diese Anderen ist, aber sie dienen jetzt einem höheren Zweck, nämlich dem eigenen Wohlbefinden. Zu sehen gibt es breite Hintern an jungen Mädchen, verbrauchte Gesichter an 35jährigen, die aussehen wie 50plus, und dicke Bäuche. Das baut erst mal auf. Sofort fühle ich mich besser, denn an dieser Stelle ist es mir auch völlig egal, was da die Ursachen sind. Ob schwere Knochen, dickmachende Pille oder die bösen, versteckten Zucker im Fertigessen, die selbstkritische Seele erfreut sich einfach an dem desolaten Anblick. Mein mentaler Frieden stellt sich wieder ein, denn die Taube auf dem Dach entpuppt sich als dickes graues Federvieh und der Spatz in der Hand als zarter Vogel im attraktiven bunten Gewand.

In einem Telefonat mit einer lieben Freundin klärt sich dann auch gleich noch die Frage, ob wir noch mal jung sein wollen. Noch einmal 20 sein, ohne die Lebenserfahrung, die wir heute haben? Wir erinnern uns daran, wie anstrengend es war, sich die Erkenntnisse anzueignen über Männer und ihre Marotten, über zickige Frauen und deren Neid, über schwierige Chefs und Cheffinnen und über echte und falsche Freunde. Die Heulerei wegen eines Mannes. Liebeskummer. Das Gewimmer der verlassenen Männer. Betrug. Hörner abstoßen im Berufsleben (denn auch Frauen haben Hörner!). Sich Anerkennung verdienen. Und ganz wichtig: Herausfinden, welche Art Mensch und welche Art Frau man sein will. Das alles noch einmal von vorne erarbeiten müssen für einen strammen Busen und einen knackigen Po? Nein danke, das möchten wir nicht.

Ich bin schlank, angezogen sehe ich gut aus und meine wahren Werte kommen von innen.

Die Hotpants überlasse ich den jungen Mädchen, inklusive Liebeskummer und Geheule. Sex habe ich nur noch im Halbdunkeln und am besten bei Kerzenlicht – ist sowieso viel stimmungsvoller. Und meinem Po verpasse ich zukünftig etwas mehr Gymnastik, um zu retten, was zu retten geht.

Mit 45 beschließe ich also einfach, mir eine souveräne Selbstzufriedenheit zuzulegen. Unter den normalen 45jährigen bin ich optisch ganz vorne mit dabei. Also nehme ich mir ein Buch, lege mich entspannt auf mein Sofa und weiß, wenn die nächste Körperkrise kommt, brauche ich bloß raus auf die Straße zu gehen und mich umzugucken.

Ich finde, das ist ein guter Tausch!

Daniele Ludewig

Resümee eines Jahres

Würde.

Problem gehabt.

Sich nicht versteckt.

Wissen angeeignet.

Gekämpft.

Rückschläge erlitten.

Weiter gekämpft.

Spreu vom Weizen getrennt.

Personen des Vertrauens gefunden.

Ängste überwunden.

Gewonnen.

Erleichtert.

Dankbar.

Ich bin glücklich.

Daniele Ludewig

INSPIRATION & MOTIVATION


In der Art wie wir leben, wie wir wohnen, und wie wir uns kleiden, aber auch im Umgang mit anderen Menschen wird unsere subjektive Wahrnehmung beansprucht oder auch beeinflußt. Positiv wie negativ. Das Wort Ästhetik drückt dieses subjektive Empfinden über Schönheit und Harmonie am besten aus und führt zur Auseinandersetzung damit.

Ist nur Symmetrie harmonisch?
Oder entsteht Harmonie auch durch Vielfalt?
Und ist Vielfalt immer schön?
Jeder entscheidet das für sich selbst.

Belle Sophie möchte Gedanken zu diesem vielseitigen Thema, das sich durch alle Lebensbereiche zieht, mit anderen teilen, und keine absolute Meinung vermitteln. Hier soll zum Nachdenken und zur Auseinandersetzung, und manchmal zum Schmunzeln, angeregt werden. Bestenfalls ist sie ein Wegweiser für eine Gesellschaft, die vielleicht ein bisschen vergessen hat, auf sich selbst und den Umgang mit anderen Menschen zu achten!

Über Belle Sophie

Auf Belle Sophie geht es um Ästhetik.
Sie umgibt uns und begegnet uns jeden Tag in verschiedenster Form. Nicht immer ist das Empfinden für Ästhetik dasselbe. Meinungen gibt es unzählige. Auf Belle Sophie wird eine dieser Meinungen vermittelt.

Aus Liebe zum "ß", weil es einfacher schöner aussieht, taucht es in den Texten ab Oktober 2018 wieder auf. 


Kontakt

Daniele Ludewig
Helena von Rehberg
contact@bellesophie.com
Postadresse auf Anfrage.


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